Dieser Artikel von mir wurde auch in der Coluna de Turismo in einem brasilianischen Magazin veröffentlicht.
Costa Rica ist ein Land in Mittelamerika, mit einer Fläche von 51.100 Quadratkilometern, etwas kleiner als der brasilianische Bundesstaat Rio Grande do Norte. Es grenzt im Norden an Nicaragua, im Süden an Panama, im Westen liegt der Pazifische Ozean und im Osten das Karibische Meer. Mit fast 5 Millionen Einwohnern trägt dieses kleine Land große Titel, zum Beispiel das demokratischste Land Lateinamerikas oder Paradies Mittelamerikas. Am meisten gefällt mir aber der Titel eines der glücklichsten Länder der Welt, den Costa Rica nach einer Bewertung erhielt, die das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, Gesundheit, Sicherheit, geringe Korruption und soziales Wohlbefinden berücksichtigt. Mit Freude habe ich das Land wie ein Degustationsmenü kennengelernt, und jetzt zeige ich euch ein Costa Rica, das viel mehr ist als nur Surfen.1 - Ökotourismus | Costa Rica bewahrt etwa 5% der weltweiten Artenvielfalt und schützt 25% seiner Gesamtfläche durch das Nationale System der Schutzgebiete. Das Land hat mehr als 30 Nationalparks, dazu biologische Reservate, Wildschutzgebiete und über hundert Vulkane, von denen heute etwa 7 als aktiv gelten, darunter der Turrialba, der Irazú, der Poás, der Arenal und der Rincón de la Vieja. Dieser natürliche Reichtum zieht Touristen aus der ganzen Welt an, die fasziniert sind von der Idee, am Atlantik aufzuwachen, mittags am Fuß eines Vulkans zu essen und abends den Sonnenuntergang am Pazifik zu sehen, alles am selben Tag.
2 - Abenteuertourismus | Viele Touristen, die nach Costa Rica kommen, suchen Adrenalin im direkten Kontakt mit der Natur. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt: Canopy (eine Mischung aus Seilbahn und Klettern in den Bäumen), Rafting, Radfahren, Klettern, Reiten, Abseilen, Trekking, Tauchen und vieles mehr.

3 - Ländlicher Tourismus | Auch hier steht die Natur im Mittelpunkt. In Costa Rica können Touristen kleine landwirtschaftliche Betriebe besuchen, ihre Produkte probieren und den Alltag der Menschen dort besser verstehen. So hilft der Tourismus, eine reiche ländliche Kultur lebendig zu halten.
4 - Gastronomie | Die gute Küche der „Ticos“ (so werden die Menschen aus Costa Rica liebevoll genannt) ist einfach, reichhaltig, schmackhaft und aromatisch. Bohnen und Reis spielen, ähnlich wie in Brasilien, die Hauptrolle. Dieses Duo erscheint vom Frühstück, ja, sogar das Gallo-Pinto-Gericht zum Frühstück sollte man unbedingt probieren, bis zum Abendessen. Dazu kommen Kaffee, dessen Bohnen weltweit bekannt sind, Wurzelgemüse, Banane, Mais, exotische Früchte, Fisch, Hühnchen und Rindfleisch.

5 - Gastfreundschaft | Costa Rica bietet Unterkünfte für jeden Geschmack: von Hotels mit lokalem Kapital bis zu großen internationalen Ketten, von einsamen Lodges und Hütten in den Bergen bis zu Resorts am Meer. Dazu kommt ein freundliches Personal, das immer bereit ist, den Aufenthalt unvergesslich zu machen. Die Worte „Provecho“ und „Con gusto“ kommen dort fast immer mit einem Lächeln.

6 - Strände | Costa Rica liegt zwischen zwei Meeren, dem Pazifischen Ozean und dem Karibischen Meer, die nur drei Stunden Autofahrt oder 45 Minuten Flugzeit voneinander entfernt sind. Diese besondere Lage macht das Land zu einem Paradies für Strandliebhaber. Manche Strände haben kristallklares türkisfarbenes Wasser, andere haben dunklen, vulkanischen Sand und wilde Wellen. Ob beim Surfen, Tauchen, Schnorcheln, Sportfischen oder einfach bei einem erholsamen Bad im Meer: An den Küsten Costa Ricas findet jeder seinen perfekten Moment.

7 – Wellness | Spas, Behandlungen mit vulkanischem Schlamm, heiße Quellen, Detox-Bäder, Massagen und Yoga gehören zu den beliebtesten Angeboten für Touristen in Costa Rica. Außerdem bietet die costaricanische Küche frische und biologische Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung. Und der Kontakt mit der Natur hilft dabei, den Kopf frei zu machen. So kann eine Reise nach Costa Rica gut für Körper und Geist sein.

8 - Erlebnistourismus | In Costa Rica kann man die Kultur des Landes nicht nur sehen, sondern auch mit den eigenen Händen erleben. Workshops zur Herstellung von Kosmetik aus recyceltem Öl, Kochkurse mit traditionellen Rezepten, das Melken von Kühen auf einer Farm oder ein Besuch in einer alten Zuckerrohrmühle bringen Besucher ganz nah an das echte Leben auf dem Land. Auch der Besuch bei Familien in ländlichen Gemeinden gehört dazu, mit echten Gesprächen und einem Einblick in den Alltag der Menschen. Diese Erfahrungen sind für Erwachsene und ganz besonders für Kinder unvergesslich, denn hier wird Lernen zu einem echten Abenteuer.

9 - Kultur | Der bunte Ochsenkarren ist eines der bekanntesten Symbole Costa Ricas und wurde 2005 von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe erklärt. Der Ochse spielte immer eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes, das früher hauptsächlich von der Landwirtschaft lebte. Die Tiere halfen beim Transport von Holz, Zuckerrohr und Mais, beim Pflügen der Felder und sogar beim Transport von kranken Menschen. Zwei sehr wichtige Elemente für die costaricanische Identität.

10 - Nachhaltigkeit | Costa Rica hat sich klar zur Nachhaltigkeit verpflichtet, und das spürt man überall im Land. Tourismusunternehmen durchlaufen das CST, das offizielle Zertifizierungsprogramm für nachhaltigen Tourismus, das Hotels, Reiseveranstalter und andere Betriebe nach ihrem Grad der Nachhaltigkeit einstuft, von der Wassernutzung bis zum Schutz der Natur und der Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden. So weiß jeder Reisende genau, dass sein Besuch nicht nur unvergessliche Erinnerungen schafft, sondern auch einen kleinen Beitrag zum Schutz dieses besonderen Landes leistet.
Nachdem man diese zehn „Gänge“ probiert hat, versteht man ein bisschen besser, was die Hauptzutat Costa Ricas ausmacht: ¡Pura Vida!
❗Ich bin nach Costa Rica auf Einladung des ICT gereist, im Rahmen der Coluna de Turismo, mit Unterstützung von Mondial Assistance ❗
