ƒ Foz do Iguaçu in 48 Stunden: Wasserfälle, Vögel und Dreiländergrenze

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Foz do Iguaçu in 48 Stunden: Wasserfälle, Vögel und Dreiländergrenze

Foz do Iguaçu, im Bundesstaat Paraná, bietet genug Sehenswürdigkeiten für eine lange Reise. Aber es geht auch viel schneller: An einem einzigen Wochenende habe ich eines der sieben Naturwunder der Welt besucht und zusätzlich noch kurz nach Paraguay und Argentinien geschaut. Hier erzähle ich von meinen 48 Stunden an der Dreiländergrenze. 


Freitag: Einkaufen in Paraguay und ein Spaziergang durch die Stadt

Mein Flug landete kurz nach Mitternacht. Ich übernachtete im Hotel Bella Italia, einem traditionellen Hotel mit klassischer Einrichtung, sauberen Zimmern und einem sehr reichhaltigen Frühstück, von Suppen bis zu verschiedenen Eierspeisen. Das Hotel ist außerdem für seinen italienischen Abend bekannt, eines der bekanntesten Dinner-Events in Foz do Iguaçu. 

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Am Morgen ging es mit dem Transfer nach Ciudad del Este in Paraguay, nur 20 Minuten über die Grenze. Dort liegt das Shopping del Este, ein riesiges Einkaufszentrum direkt an der Freundschaftsbrücke. Einkaufen ist nicht meine größte Leidenschaft, aber mit ein bisschen Recherche findet man gute Preise, besonders bei Elektronik und Kameras. 



Zum Mittagessen ging es zurück nach Foz, ins Restaurant Dolce Vita im Hotel Bella Italia. Danach folgte eine dreistündige Stadtrundfahrt mit Stopps am Marco das Três Fronteiras, wo man Argentinien und Paraguay auf der anderen Seite der Flüsse Iguaçu und Paraná sehen kann, an der Moschee von Foz do Iguaçu, wo Besucherinnen aus Respekt ein Kopftuch tragen, und am buddhistischen Tempel, einem der größten Orte für buddhistische Kontemplation in ganz Lateinamerika. Die Größe des Tempels passt perfekt zur Ruhe, die man dort spürt. 




Den Abend verbrachte ich im Taj Bar, mit Drinks, kleinen Gerichten und guter Musik. Wer lieber entspannen möchte, kann auch direkt dort zu Abend essen, mit einer entspannten Lounge-Atmosphäre.

Samstag: die Cataratas do Iguaçu und der Parque das Aves

Der zweite Tag war der intensivste, aber auch der lohnendste. Der erste Stopp war im Parque das Aves, dem größten Vogelpark Lateinamerikas, eröffnet 1994. Dort leben über 1.000 Tiere aus etwa 150 Arten, viele davon wurden aus Tierhandel oder schlechter Haltung gerettet. Der Park wirkt überhaupt nicht wie ein Zoo, denn die Besucher kommen den Vögeln sehr nah. Man kann Tukane, Flamingos, Seriemas und Eulen aus der Nähe sehen und sogar das größte Ara-Gehege der Welt betreten. 




Direkt daneben liegt der Parque Nacional do Iguaçu, wo sich die berühmten Wasserfälle befinden. Nach dem Eintritt fahren spezielle Doppeldeckerbusse durch den Park. An der Trilha das Cataratas stieg ich aus und ging etwa 1,5 Kilometer zu Fuß, mit Aussichtspunkten und vielen Fotostopps. Am Ende führt der Weg zur Garganta do Diabo, dem berühmtesten und höchsten Wasserfall mit 90 Metern Höhe. Die Kraft der Natur ist dort hautnah spürbar, fast unbeschreiblich. 


Zum Mittagessen ging es ins Restaurant Porto Canoas, direkt mit Blick auf den Fluss. Das Buffet bietet gute, ehrliche Gerichte, und samstags gibt es sogar eine traditionelle Feijoada. Von dort aus nahm ich den Bus zur Station Macuco Safari, einem Bootsausflug, der den Besuch im Park perfekt abschließt. Die Tour hat drei Teile: zuerst eine kurze Fahrt mit dem Elektroauto, dann ein 15-minütiger Spaziergang durch den Wald mit Informationen über Pflanzen und Tiere, und am Ende eine Bootsfahrt direkt zu den Wasserfällen. 




Wichtig: Vor der Bootsfahrt müssen alle persönlichen Gegenstände in einem Schließfach gelassen werden, denn man wird komplett nass. Kameras und Handys nur wasserdicht oder in speziellen Hüllen mitnehmen. Es empfiehlt sich, Sandalen und Wechselkleidung mitzubringen. Der Macuco Safari ist pure Freude, ein unvergesslicher Tag, der trotz des Abenteuers sehr sicher durchgeführt wird.

Am Abend ging es weiter nach Puerto Iguazú in Argentinien. Der Transfer holte uns pünktlich vom Hotel ab und übernahm auch die Reisedokumente, um die Grenzkontrolle zu beschleunigen. Reisende aus Brasilien können mit dem Personalausweis einreisen, wenn er nicht älter als 10 Jahre ist, aber wer einen Stempel im Pass haben möchte, sollte den Reisepass mitnehmen.

Der Abend begann in der Icebar Puerto Iguazú, bei minus 10 Grad, mit halber Stunde Open Bar und guter Musik. Die Drinks sind nicht besonders raffiniert, aber das Erlebnis selbst ist lustig und ungewöhnlich. Danach gab es zwei kurze Einkaufsstopps, bei der Vinoteca Don Jorge mit Weinverkostung und bei Capriccio Alfajores & Gourmet mit typischen argentinischen Süßigkeiten und Käse. Zum Abendessen gibt es in Puerto Iguazú viele gute Parrillas, traditionelle argentinische Grillrestaurants. Ich entschied mich für ein Bife de Chorizo mit Malbec-Sauce, ein Volltreffer.

Sonntag: Rückflug

Am Sonntagmorgen ging es schon wieder zurück nach Curitiba. Dieses Wochenende hat gezeigt: Foz do Iguaçu lässt sich tatsächlich in zwei Tagen erleben, wenn man bereit ist, viel zu sehen und wenig zu schlafen. Natürlich blieben einige Attraktionen offen, wie zum Beispiel das Wasserkraftwerk Itaipu. Aber mit diesem klassischen Roteiro konnte ich von jeder Facette der Stadt etwas erleben. Mit mehr Zeit gibt es natürlich noch viele andere Möglichkeiten, aber eines steht fest, das Einzige, was bei Foz do Iguaçu nicht geht, ist, gar nicht hinzufahren.

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👉 Praktische Informationen (Stand 2026)

Parque das Aves: täglich von 8:30 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt für Touristen ab etwa 45 bis 80 Reais, je nach Saison und Anbieter.

Parque Nacional do Iguaçu (Wasserfälle): täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt für ausländische Besucher liegt bei etwa 134 Reais (Stand Dezember 2025), für brasilianische Reisende bei rund 121 Reais. Tickets am besten online im Voraus mit Datum und Uhrzeit reservieren.

Macuco Safari: Preise variieren stark, von etwa 70 bis über 400 Reais, je nach Saison und Anbieter. Eine Reservierung im Voraus wird besonders in der Hochsaison empfohlen.

Hinweis: Alle Preise können sich seit unserem Besuch geändert haben. Am besten direkt vor der Reise auf den offiziellen Webseiten prüfen.

❗❗❗ Raphanomundo reiste auf Einladung von Loumar Turismo.
Rapha Aretakis

Viajante e sonhadora em tempo integral. Edito, escrevo e fotografo para o Raphanomundo desde 2010. Nascida no Recife, criada para o mundo, vivendo na Alemanha.

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