Persönliches Reisetagebuch von der Pressereise der Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT) durch den Norden Argentiniens. Von Jacqueline Granda und übersetzt von Rapha Aretakis.
Im September 2026 war ich zum ersten Mal in Argentinien. Dort habe ich Catamarca kennengelernt, als Teil der Pressereise der Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT). Es war eine Reise voller Landschaften, Geschmäcker, Kulturerbe und Musik. Vor allem aber habe ich Menschen getroffen, die mir geholfen haben, die Identität dieser Provinz zu verstehen. Unsere Reise wurde von Débora Ruiz von Infoturismo Argentina organisiert. Ich danke auch Miguel Ledhesma, der OMPT, Likea Travel und allen Menschen, die uns auf der Reise empfangen haben.
CATA: Ein Ort zum Verlieben in Catamarca
Einer der Besuche, die mir am besten gefallen haben, war CATA, das Zentrum für Kunst und angewandte Technologie (Centro de Arte y Tecnología Aplicada) in San Fernando del Valle de Catamarca. Ich war begeistert! Es ist einer dieser Orte, an denen man länger bleiben, genau hinschauen und immer mehr entdecken möchte. CATA zeigt die Provinz auf eine besondere Art. Es verbindet Geschichte, Kunst, Technologie, Archäologie, Mythologie und lokale Produkte. So zeigt es die vielen Seiten der Identität von Catamarca.

Ich konnte auch Daiana Roldán interviewen, die Ministerin für Kultur, Tourismus und Sport von Catamarca. Das Gespräch hat mir gezeigt, wie viel Arbeit darin steckt, das Kulturerbe zu schützen und mit den Besuchern zu teilen.
Es gibt Orte, die informieren, und andere, die neugierig machen. CATA hat beides geschafft. Ich bin glücklich gegangen, weil ich so viel gelernt hatte. Und ich hatte das Gefühl, dass es in dieser Provinz noch viel mehr zu entdecken gibt.
Die Rosa del Inca: Ein Schmuckstück aus Catamarca, das ich mitnehmen wollte
Catamarca ist bekannt für seine Landschaften und seine Kultur. Aber es gibt noch etwas, das die Provinz ausmacht: einen ganz besonderen Stein, den Rhodochrosit. Man nennt ihn auch „Rosa del Inca" („Rose der Inka").
Seine rosa Farbe, seine Streifen und seine Schönheit fallen sofort auf. Dieses Mineral ist eines der wichtigsten Symbole der Provinz. Man baut es in den Minas Capillitas im Departamento Andalgalá ab (ein Verwaltungsbezirk). Diese Region ist für ihren Reichtum an Mineralien bekannt.
Natürlich musste ich wieder Schmuck aus diesem Stein kaufen. Wie kann man einem so schönen Andenken widerstehen, von einem Ort, der mir so viele Erlebnisse geschenkt hat?
Für mich ist der Kauf eines handgemachten Stücks auf einer Reise mehr als nur der Kauf eines schönen Gegenstands. So unterstütze ich die lokale Wirtschaft und schätze die Arbeit der Handwerker und Juweliere. Außerdem helfe ich mit, dass diese Berufe ein Teil der Identität des Reiseziels bleiben. Und jedes Mal, wenn ich meinen Schmuck ansehe, denke ich an Catamarca, an die Menschen dort und an alles, was ich erlebt habe.
Es hat mir gefallen, dass es im CATA auch den Laden Rosa del Inca gibt. Dort verkauft man Schmuck und Kunsthandwerk aus Rhodochrosit. So verbindet man das Mineralerbe der Provinz mit dem Talent der Menschen, die aus diesem Stein einzigartige Stücke machen.
Ich habe mehr als ein Schmuckstück mitgenommen. Ich habe ein Andenken an Catamarca und ein kleines Stück seines kulturellen Reichtums mitgenommen.
Lo de Lalo: Ein kulinarisches Erlebnis zum Erinnern
Unter allen Erlebnissen dieser Pressereise durch Catamarca hat der Besuch im Lo de Lalo einen besonderen Platz. Es war eines meiner liebsten kulinarischen Erlebnisse. Solche Stopps sind viel mehr als nur ein Essen. Besonders war auch, wie sie uns das Gefühl gegeben haben, etwas Besonderes zu sein: Es gab ein Menü für die Fam Press OMPT 2026 (eine Reise für Journalisten), gedruckt mit einer Willkommenskarte. Das war einzigartig.
Wir haben den Ort kennengelernt, einen Teil des Angebots probiert und die Geschichte dieses Familienbetriebs gehört. Am Tisch haben wir typische Gerichte aus Catamarca geteilt, zum Beispiel Empanadas, Humitas (ein Gericht aus Mais) und andere regionale Speisen. Aber ein Gericht hat mich besonders begeistert: der Sorrentino mit Humita-Füllung. Hier in Ecuador suche ich ihn schon auf den Speisekarten der argentinischen Restaurants, aber ohne viel Erfolg. Das ist ein Zeichen, dass ich zurückkommen muss.
Mir hat diese Idee sehr gefallen: ein so traditioneller Geschmack, neu gedacht und in einer anderen Form serviert. Es war wirklich köstlich, eines dieser Gerichte, an die man sich noch erinnert, wenn man schon wieder zu Hause ist. Meine Glückwünsche für diese Idee!
Schön war auch, mehr über Lalo, seine Familie und den Weg dieses Projekts zu erfahren. Es hat in El Rodeo angefangen und ist heute an mehreren Orten in Catamarca zu finden. Hinter jedem gastronomischen Projekt stehen Menschen, Geschichten und viel Arbeit. Wenn man sie kennenlernt, schätzt man das, was auf unserem Tisch landet, auf eine andere Art.
Ich danke von Herzen für die schönen Details und die Gastfreundschaft, die wir als Mitglieder der Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT) erlebt haben. Solche Gesten machen einen Besuch zu einer besonderen Erinnerung.
Ich habe das Lo de Lalo mit neuen Geschmäckern im Gedächtnis verlassen. Und ich bin sicher: Dieses Erlebnis würde ich gern wiederholen. Denn Reisen heißt auch, sich an den Tisch zu setzen, Geschichten zu hören und die Identität eines Reiseziels durch sein Essen zu entdecken.
Und ja, ich denke noch immer an diesen Sorrentino mit Humita. Was für ein Genuss!
Das Museum des Poncho-Festes: Ein Fest, das Grenzen überschreitet
Ein weiterer wichtiger Ort auf unserer Reise war das Museum des Poncho-Festes (Museo de la Fiesta del Poncho). Es liegt auf dem Predio Ferial (Messegelände) von Catamarca. Beim Besuch habe ich eines der wichtigsten Feste der Provinz kennengelernt. Ich habe verstanden, warum der Poncho viel mehr ist als ein Kleidungsstück: Er steht für Identität, Tradition, Geschichte und Handwerk.
Das Nationale und Internationale Poncho-Fest bringt Handwerker, Produzenten, Künstler und Besucher zusammen. Es ist ein kultureller Ausdruck, der eng mit Catamarca verbunden ist. Die Stoffe, die Farben, die Techniken und das Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, sind ein Kulturerbe. Es verdient es, bekannt zu sein und geschätzt zu werden.
An diesem Ort haben wir auch eine Geschichte gefunden, die für uns besonders wichtig ist, weil wir im Tourismusjournalismus arbeiten. Débora Ruiz hat die Reportage Chronik einer Rührung namens Nationales und Internationales Poncho-Fest geschrieben. Sie handelt von der Ausgabe 2025 dieses Festes.

Das Poncho-Fest hat bei den internationalen Preisen Pasaporte Abierto die Auszeichnung „Event des Jahres" bekommen. Diese Preise vergibt die Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT). Die Reportage von Débora hat in der Kategorie „Originalität" eine besondere Erwähnung erhalten.
Die Auszeichnung zu dieser Geschichte hängt im Museum. Dort hat sie eine besondere Bedeutung. Sie ist nicht nur ein Preis. Sie bewahrt auch die Erinnerung an ein Fest, das die Identität von Catamarca über die Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Als Tourismusjournalistin berührt es mich, solche Beispiele zu sehen. Sie zeigen, wie eine gut erzählte Geschichte helfen kann, die Kultur eines Ortes sichtbar zu machen. Und sie weckt bei anderen Menschen den Wunsch, diesen Ort kennenzulernen.
Die Stadt und ihre verschiedenen Arten, Geschichten zu erzählen
Während unseres Aufenthalts in San Fernando del Valle de Catamarca haben wir noch andere Orte besucht. Sie helfen, das Leben in der Stadt zu verstehen: die Teppichfabrik, in der Handwerk zu kulturellem Ausdruck wird; die Casa de la Puna, die an Textilien und Traditionen aus dem Hochland erinnert; die Basilika-Kathedrale; das Stadion Bicentenario; die Grotte der Jungfrau vom Tal; der Ökopark El Jumeal und die archäologische Stätte Pueblo Perdido de la Quebrada.
Jeder Ort zeigt eine andere Seite. Einige führen uns zu Geschichte und Glauben. Andere zeigen uns Handwerk und Alltag. Wieder andere erinnern uns an die Beziehung der Menschen zur Natur.
Im Pueblo Perdido de la Quebrada zum Beispiel sieht man archäologische Spuren von Menschen, die lange vor uns in dieser Region gelebt haben. Solche Orte laden dazu ein, innezuhalten. Sie erinnern uns daran, dass ein Reiseziel nicht beginnt, wenn wir ankommen: Es hat eine Geschichte, die man hören sollte.
Weingut Michango: Geschmack, Wein und Gastfreundschaft
Im Weingut Michango (Bodega Michango) haben uns Oscar und Paula Andreatta empfangen. Wir haben ein Angebot kennengelernt, das Weinbau, Gastronomie und Gastfreundschaft verbindet.
Marco hat köstliche Empanadas gemacht, die sehr gut zum Erlebnis gepasst haben. Wir haben auch Wein probiert und eine kurze Folklore-Vorführung gesehen. So kamen wir mit der Kultur der Region in Kontakt.

Bei solchen Begegnungen ist das Essen nicht nur ein Teil der Reise. Es wird zu einer Tür, durch die man die Menschen, ihre Projekte und das, was sie mit Besuchern teilen möchten, kennenlernt.
El Rodeo: Natur, Glaube und Wege zum Entdecken
Der Besuch in El Rodeo hat uns eine andere Seite von Catamarca gezeigt. Der Ort liegt mitten in der Natur und hier spürt man den tiefen Glauben an die Jungfrau vom Tal (Virgen del Valle).
Einer der Orte, die mir aufgefallen sind, war La Mesadita. Das ist eine kleine Grotte am Fluss Los Nogales, umgeben von Pflanzen. Sie hat mit der Verehrung der Jungfrau vom Tal zu tun. Es ist ein einfacher, ruhiger Ort mit viel Bedeutung. Menschen kommen hierher, um zu danken, zu beten oder einen Moment der Ruhe zu finden.

Wir haben auch das Denkmal der Jungfrau vom Tal besucht. Es steht am Camino de la Fe (Weg des Glaubens), nahe bei El Rodeo. Die riesige Statue ist von der Basis bis zur Spitze der Krone etwa 52 Meter hoch. Sie steht in den Bergen, auf etwa 1.630 Metern über dem Meeresspiegel.
Der Weg dorthin ist etwa sechs Kilometer lang. Wer bis zur Aussichtsplattform im Inneren will, muss 117 Stufen steigen. Als die Statue 2024 eröffnet wurde, hieß es, sie sei die höchste Marienstatue der Welt. Später hat man sie als die zweithöchste bezeichnet.
Die Jungfrau vom Tal ist sehr wichtig für die Identität von Catamarca. Seit 1974 ist sie die Nationale Schutzpatronin des Tourismus und beschützt die Reisenden. Man verbindet sie auch mit dem Schutz von Menschen, die Fallschirmspringen.
Die Größe des Denkmals ist nicht das Wichtigste. Ich fand es interessant zu sehen, wie sich hier Glaube, Natur und Tourismus treffen. Für viele Besucher ist der Weg auch ein Erlebnis des Dankes und der spirituellen Verbindung.
Huellas: Wein, Musik und Chacarera
Im Bistro-Restaurant Huellas haben wir Essen, Wein und Musik erlebt. Wir haben die Reserva-Weine von Veralma probiert, einem Weingut aus Tinogasta in Catamarca. Die Weine haben uns beim Essen sehr gut gefallen.

Ich liebe es, wenn man auf einer Reise die lokale Küche mit den Produkten der Menschen verbinden kann, die das Land bearbeiten. Jedes Glas erzählt etwas über die Landschaft, das Klima und die Sorgfalt hinter der Flasche. Hier waren die Weine eine weitere Art, die Geschmäcker der Provinz zu entdecken.
Den Abend begleitete die Musik von La Tríada Catamarca und Cristian Campos. Ich habe nicht nur zugehört. Ich habe auch ein paar Schritte der Chacarera (ein traditioneller argentinischer Volkstanz) gelernt und mitgemacht. Wie schön ist es, sich von der Musik eines Ortes mitnehmen zu lassen und auf Reisen etwas Neues zu lernen!
Flor de Tusca: Ein Abend mit Folklore und Begegnungen
In der Peña Flor de Tusca (ein traditionelles Lokal mit Folkloremusik) hatten wir ein leckeres Abendessen und einen ausgezeichneten Service. Obwohl es Montag war, war das Lokal voll mit Menschen, die gekommen waren, um Musik und Tanz zu genießen.
Néstor Pacheco hat mich eingeladen, auf die Bühne zu kommen und von meinen Erlebnissen als Ecuadorianerin in Catamarca zu erzählen. Nach ein paar Worten habe ich am Ende mit ihm getanzt, während die Brüder Rodríguez Musik gemacht haben.
Als ich so viele Menschen zusammen tanzen sah, musste ich kurz an Bridgerton denken. Aber es war eine Version aus Catamarca, mit Folklore, Freude und viel Nähe. Am schönsten war das Gefühl, dass wir keine einfachen Besucher waren, die von außen zuschauen. Natürlich waren wir dabei: Wir waren aktive Tänzer bei diesem Fest.

Im Laufe des Abends sind mehrere Menschen zu mir gekommen, um mich zu begrüßen. Einige baten mich, ihre Familien in Ecuador zu grüßen, oder erzählten mir, dass sie schon einmal mein Land besucht hatten. Diese kleinen Begegnungen haben mich daran erinnert: Tourismus schafft auch Verbindungen zwischen Menschen, die vielleicht weit entfernt wohnen. Sie finden trotzdem etwas Gemeinsames in einem Gespräch, einem Lied oder einem Tanz.
Reisen, um Menschen zu begegnen
Aus Catamarca nehme ich die Landschaften, das Kulturerbe, die Stoffe, die Schönheit der Rosa del Inca, die Weine, die Geschmäcker und die Musik mit. Aber ich nehme auch die Erinnerung an die Menschen mit, die uns ihre Türen geöffnet haben. Sie haben mit uns geteilt, was ihre Provinz so besonders macht.
Ich danke Débora Ruiz für die Organisation und dafür, dass sie uns auf dieser Reise begleitet hat. Ich danke Miguel Ledhesma und der OMPT, dass sie dieses Treffen möglich gemacht haben. Und ich danke Likea Travel und allen Menschen, die uns empfangen haben, ihr Wissen mit uns geteilt haben und uns willkommen geheißen haben.
Catamarca hat mich daran erinnert: Ein Reiseziel kennenzulernen bedeutet viel mehr, als die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Man lernt etwas über seine Geschichte. Man hört denen zu, die sie lebendig halten. Man schätzt das lokale Handwerk, probiert die Geschmäcker, nimmt an Festen teil und unterstützt die Menschen, die dafür arbeiten, dass ihre Kultur weiterwächst.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, diese argentinische Provinz zu besuchen, nehmt euch Zeit für die Museen und Kulturorte. Sprecht mit den Handwerkern, probiert die Empanadas, hört euch eine Peña an und entdeckt die Geschichte hinter jedem Ort.
Und wenn ihr einen Schmuck aus Rhodochrosit seht, versteht ihr vielleicht, warum auch ich nicht widerstehen konnte und einen mitgenommen habe. Manche Erinnerungen passen in einen Koffer. Andere bringen uns jedes Mal, wenn wir sie ansehen, zurück an einen Ort und zu den Menschen, die unseren Besuch besonders gemacht haben.
Im September 2026 war ich zum ersten Mal in Argentinien. Dort habe ich Catamarca kennengelernt, als Teil der Pressereise der Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT). Es war eine Reise voller Landschaften, Geschmäcker, Kulturerbe und Musik. Vor allem aber habe ich Menschen getroffen, die mir geholfen haben, die Identität dieser Provinz zu verstehen. Unsere Reise wurde von Débora Ruiz von Infoturismo Argentina organisiert. Ich danke auch Miguel Ledhesma, der OMPT, Likea Travel und allen Menschen, die uns auf der Reise empfangen haben.
CATA: Ein Ort zum Verlieben in Catamarca
Einer der Besuche, die mir am besten gefallen haben, war CATA, das Zentrum für Kunst und angewandte Technologie (Centro de Arte y Tecnología Aplicada) in San Fernando del Valle de Catamarca. Ich war begeistert! Es ist einer dieser Orte, an denen man länger bleiben, genau hinschauen und immer mehr entdecken möchte. CATA zeigt die Provinz auf eine besondere Art. Es verbindet Geschichte, Kunst, Technologie, Archäologie, Mythologie und lokale Produkte. So zeigt es die vielen Seiten der Identität von Catamarca.
Mir hat gefallen, die Geschichte der Stadt durch ihre Architektur kennenzulernen. Ich habe die lokale Kunst gesehen und mehr über traditionelle Stoffe und Garne erfahren. Auch die Bedeutung von Archäologie und Bergbau für die Identität der Provinz wurde mir klar. Die Ausstellung ist modern und interaktiv. Man kann die Landschaften, Traditionen und Geschichten von Catamarca sehr spannend entdecken.
Außerdem hat mich die Verbindung zwischen Bodenschätzen, Handwerk und Kreativität beeindruckt. Viele Menschen machen aus Rohstoffen Stücke voller Identität.
Außerdem hat mich die Verbindung zwischen Bodenschätzen, Handwerk und Kreativität beeindruckt. Viele Menschen machen aus Rohstoffen Stücke voller Identität.

Ich konnte auch Daiana Roldán interviewen, die Ministerin für Kultur, Tourismus und Sport von Catamarca. Das Gespräch hat mir gezeigt, wie viel Arbeit darin steckt, das Kulturerbe zu schützen und mit den Besuchern zu teilen.
Es gibt Orte, die informieren, und andere, die neugierig machen. CATA hat beides geschafft. Ich bin glücklich gegangen, weil ich so viel gelernt hatte. Und ich hatte das Gefühl, dass es in dieser Provinz noch viel mehr zu entdecken gibt.
Die Rosa del Inca: Ein Schmuckstück aus Catamarca, das ich mitnehmen wollte
Catamarca ist bekannt für seine Landschaften und seine Kultur. Aber es gibt noch etwas, das die Provinz ausmacht: einen ganz besonderen Stein, den Rhodochrosit. Man nennt ihn auch „Rosa del Inca" („Rose der Inka").
Seine rosa Farbe, seine Streifen und seine Schönheit fallen sofort auf. Dieses Mineral ist eines der wichtigsten Symbole der Provinz. Man baut es in den Minas Capillitas im Departamento Andalgalá ab (ein Verwaltungsbezirk). Diese Region ist für ihren Reichtum an Mineralien bekannt.
Natürlich musste ich wieder Schmuck aus diesem Stein kaufen. Wie kann man einem so schönen Andenken widerstehen, von einem Ort, der mir so viele Erlebnisse geschenkt hat?
Für mich ist der Kauf eines handgemachten Stücks auf einer Reise mehr als nur der Kauf eines schönen Gegenstands. So unterstütze ich die lokale Wirtschaft und schätze die Arbeit der Handwerker und Juweliere. Außerdem helfe ich mit, dass diese Berufe ein Teil der Identität des Reiseziels bleiben. Und jedes Mal, wenn ich meinen Schmuck ansehe, denke ich an Catamarca, an die Menschen dort und an alles, was ich erlebt habe.
Es hat mir gefallen, dass es im CATA auch den Laden Rosa del Inca gibt. Dort verkauft man Schmuck und Kunsthandwerk aus Rhodochrosit. So verbindet man das Mineralerbe der Provinz mit dem Talent der Menschen, die aus diesem Stein einzigartige Stücke machen.
Ich habe mehr als ein Schmuckstück mitgenommen. Ich habe ein Andenken an Catamarca und ein kleines Stück seines kulturellen Reichtums mitgenommen.
Lo de Lalo: Ein kulinarisches Erlebnis zum Erinnern
Unter allen Erlebnissen dieser Pressereise durch Catamarca hat der Besuch im Lo de Lalo einen besonderen Platz. Es war eines meiner liebsten kulinarischen Erlebnisse. Solche Stopps sind viel mehr als nur ein Essen. Besonders war auch, wie sie uns das Gefühl gegeben haben, etwas Besonderes zu sein: Es gab ein Menü für die Fam Press OMPT 2026 (eine Reise für Journalisten), gedruckt mit einer Willkommenskarte. Das war einzigartig.
Wir haben den Ort kennengelernt, einen Teil des Angebots probiert und die Geschichte dieses Familienbetriebs gehört. Am Tisch haben wir typische Gerichte aus Catamarca geteilt, zum Beispiel Empanadas, Humitas (ein Gericht aus Mais) und andere regionale Speisen. Aber ein Gericht hat mich besonders begeistert: der Sorrentino mit Humita-Füllung. Hier in Ecuador suche ich ihn schon auf den Speisekarten der argentinischen Restaurants, aber ohne viel Erfolg. Das ist ein Zeichen, dass ich zurückkommen muss.
Mir hat diese Idee sehr gefallen: ein so traditioneller Geschmack, neu gedacht und in einer anderen Form serviert. Es war wirklich köstlich, eines dieser Gerichte, an die man sich noch erinnert, wenn man schon wieder zu Hause ist. Meine Glückwünsche für diese Idee!
Schön war auch, mehr über Lalo, seine Familie und den Weg dieses Projekts zu erfahren. Es hat in El Rodeo angefangen und ist heute an mehreren Orten in Catamarca zu finden. Hinter jedem gastronomischen Projekt stehen Menschen, Geschichten und viel Arbeit. Wenn man sie kennenlernt, schätzt man das, was auf unserem Tisch landet, auf eine andere Art.
Ich danke von Herzen für die schönen Details und die Gastfreundschaft, die wir als Mitglieder der Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT) erlebt haben. Solche Gesten machen einen Besuch zu einer besonderen Erinnerung.
Ich habe das Lo de Lalo mit neuen Geschmäckern im Gedächtnis verlassen. Und ich bin sicher: Dieses Erlebnis würde ich gern wiederholen. Denn Reisen heißt auch, sich an den Tisch zu setzen, Geschichten zu hören und die Identität eines Reiseziels durch sein Essen zu entdecken.
Und ja, ich denke noch immer an diesen Sorrentino mit Humita. Was für ein Genuss!
Das Museum des Poncho-Festes: Ein Fest, das Grenzen überschreitet
Ein weiterer wichtiger Ort auf unserer Reise war das Museum des Poncho-Festes (Museo de la Fiesta del Poncho). Es liegt auf dem Predio Ferial (Messegelände) von Catamarca. Beim Besuch habe ich eines der wichtigsten Feste der Provinz kennengelernt. Ich habe verstanden, warum der Poncho viel mehr ist als ein Kleidungsstück: Er steht für Identität, Tradition, Geschichte und Handwerk.
Das Nationale und Internationale Poncho-Fest bringt Handwerker, Produzenten, Künstler und Besucher zusammen. Es ist ein kultureller Ausdruck, der eng mit Catamarca verbunden ist. Die Stoffe, die Farben, die Techniken und das Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, sind ein Kulturerbe. Es verdient es, bekannt zu sein und geschätzt zu werden.
An diesem Ort haben wir auch eine Geschichte gefunden, die für uns besonders wichtig ist, weil wir im Tourismusjournalismus arbeiten. Débora Ruiz hat die Reportage Chronik einer Rührung namens Nationales und Internationales Poncho-Fest geschrieben. Sie handelt von der Ausgabe 2025 dieses Festes.

Das Poncho-Fest hat bei den internationalen Preisen Pasaporte Abierto die Auszeichnung „Event des Jahres" bekommen. Diese Preise vergibt die Weltorganisation für Tourismusjournalismus (OMPT). Die Reportage von Débora hat in der Kategorie „Originalität" eine besondere Erwähnung erhalten.
Die Auszeichnung zu dieser Geschichte hängt im Museum. Dort hat sie eine besondere Bedeutung. Sie ist nicht nur ein Preis. Sie bewahrt auch die Erinnerung an ein Fest, das die Identität von Catamarca über die Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Als Tourismusjournalistin berührt es mich, solche Beispiele zu sehen. Sie zeigen, wie eine gut erzählte Geschichte helfen kann, die Kultur eines Ortes sichtbar zu machen. Und sie weckt bei anderen Menschen den Wunsch, diesen Ort kennenzulernen.
Die Stadt und ihre verschiedenen Arten, Geschichten zu erzählen
Während unseres Aufenthalts in San Fernando del Valle de Catamarca haben wir noch andere Orte besucht. Sie helfen, das Leben in der Stadt zu verstehen: die Teppichfabrik, in der Handwerk zu kulturellem Ausdruck wird; die Casa de la Puna, die an Textilien und Traditionen aus dem Hochland erinnert; die Basilika-Kathedrale; das Stadion Bicentenario; die Grotte der Jungfrau vom Tal; der Ökopark El Jumeal und die archäologische Stätte Pueblo Perdido de la Quebrada.
Jeder Ort zeigt eine andere Seite. Einige führen uns zu Geschichte und Glauben. Andere zeigen uns Handwerk und Alltag. Wieder andere erinnern uns an die Beziehung der Menschen zur Natur.
Im Pueblo Perdido de la Quebrada zum Beispiel sieht man archäologische Spuren von Menschen, die lange vor uns in dieser Region gelebt haben. Solche Orte laden dazu ein, innezuhalten. Sie erinnern uns daran, dass ein Reiseziel nicht beginnt, wenn wir ankommen: Es hat eine Geschichte, die man hören sollte.
Weingut Michango: Geschmack, Wein und Gastfreundschaft
Im Weingut Michango (Bodega Michango) haben uns Oscar und Paula Andreatta empfangen. Wir haben ein Angebot kennengelernt, das Weinbau, Gastronomie und Gastfreundschaft verbindet.
Marco hat köstliche Empanadas gemacht, die sehr gut zum Erlebnis gepasst haben. Wir haben auch Wein probiert und eine kurze Folklore-Vorführung gesehen. So kamen wir mit der Kultur der Region in Kontakt.

Bei solchen Begegnungen ist das Essen nicht nur ein Teil der Reise. Es wird zu einer Tür, durch die man die Menschen, ihre Projekte und das, was sie mit Besuchern teilen möchten, kennenlernt.
El Rodeo: Natur, Glaube und Wege zum Entdecken
Der Besuch in El Rodeo hat uns eine andere Seite von Catamarca gezeigt. Der Ort liegt mitten in der Natur und hier spürt man den tiefen Glauben an die Jungfrau vom Tal (Virgen del Valle).
Einer der Orte, die mir aufgefallen sind, war La Mesadita. Das ist eine kleine Grotte am Fluss Los Nogales, umgeben von Pflanzen. Sie hat mit der Verehrung der Jungfrau vom Tal zu tun. Es ist ein einfacher, ruhiger Ort mit viel Bedeutung. Menschen kommen hierher, um zu danken, zu beten oder einen Moment der Ruhe zu finden.

Wir haben auch das Denkmal der Jungfrau vom Tal besucht. Es steht am Camino de la Fe (Weg des Glaubens), nahe bei El Rodeo. Die riesige Statue ist von der Basis bis zur Spitze der Krone etwa 52 Meter hoch. Sie steht in den Bergen, auf etwa 1.630 Metern über dem Meeresspiegel.
Der Weg dorthin ist etwa sechs Kilometer lang. Wer bis zur Aussichtsplattform im Inneren will, muss 117 Stufen steigen. Als die Statue 2024 eröffnet wurde, hieß es, sie sei die höchste Marienstatue der Welt. Später hat man sie als die zweithöchste bezeichnet.
Die Jungfrau vom Tal ist sehr wichtig für die Identität von Catamarca. Seit 1974 ist sie die Nationale Schutzpatronin des Tourismus und beschützt die Reisenden. Man verbindet sie auch mit dem Schutz von Menschen, die Fallschirmspringen.
Die Größe des Denkmals ist nicht das Wichtigste. Ich fand es interessant zu sehen, wie sich hier Glaube, Natur und Tourismus treffen. Für viele Besucher ist der Weg auch ein Erlebnis des Dankes und der spirituellen Verbindung.
Huellas: Wein, Musik und Chacarera
Im Bistro-Restaurant Huellas haben wir Essen, Wein und Musik erlebt. Wir haben die Reserva-Weine von Veralma probiert, einem Weingut aus Tinogasta in Catamarca. Die Weine haben uns beim Essen sehr gut gefallen.

Ich liebe es, wenn man auf einer Reise die lokale Küche mit den Produkten der Menschen verbinden kann, die das Land bearbeiten. Jedes Glas erzählt etwas über die Landschaft, das Klima und die Sorgfalt hinter der Flasche. Hier waren die Weine eine weitere Art, die Geschmäcker der Provinz zu entdecken.
Den Abend begleitete die Musik von La Tríada Catamarca und Cristian Campos. Ich habe nicht nur zugehört. Ich habe auch ein paar Schritte der Chacarera (ein traditioneller argentinischer Volkstanz) gelernt und mitgemacht. Wie schön ist es, sich von der Musik eines Ortes mitnehmen zu lassen und auf Reisen etwas Neues zu lernen!
Flor de Tusca: Ein Abend mit Folklore und Begegnungen
In der Peña Flor de Tusca (ein traditionelles Lokal mit Folkloremusik) hatten wir ein leckeres Abendessen und einen ausgezeichneten Service. Obwohl es Montag war, war das Lokal voll mit Menschen, die gekommen waren, um Musik und Tanz zu genießen.
Néstor Pacheco hat mich eingeladen, auf die Bühne zu kommen und von meinen Erlebnissen als Ecuadorianerin in Catamarca zu erzählen. Nach ein paar Worten habe ich am Ende mit ihm getanzt, während die Brüder Rodríguez Musik gemacht haben.
Als ich so viele Menschen zusammen tanzen sah, musste ich kurz an Bridgerton denken. Aber es war eine Version aus Catamarca, mit Folklore, Freude und viel Nähe. Am schönsten war das Gefühl, dass wir keine einfachen Besucher waren, die von außen zuschauen. Natürlich waren wir dabei: Wir waren aktive Tänzer bei diesem Fest.

Im Laufe des Abends sind mehrere Menschen zu mir gekommen, um mich zu begrüßen. Einige baten mich, ihre Familien in Ecuador zu grüßen, oder erzählten mir, dass sie schon einmal mein Land besucht hatten. Diese kleinen Begegnungen haben mich daran erinnert: Tourismus schafft auch Verbindungen zwischen Menschen, die vielleicht weit entfernt wohnen. Sie finden trotzdem etwas Gemeinsames in einem Gespräch, einem Lied oder einem Tanz.
Reisen, um Menschen zu begegnen
Aus Catamarca nehme ich die Landschaften, das Kulturerbe, die Stoffe, die Schönheit der Rosa del Inca, die Weine, die Geschmäcker und die Musik mit. Aber ich nehme auch die Erinnerung an die Menschen mit, die uns ihre Türen geöffnet haben. Sie haben mit uns geteilt, was ihre Provinz so besonders macht.
Ich danke Débora Ruiz für die Organisation und dafür, dass sie uns auf dieser Reise begleitet hat. Ich danke Miguel Ledhesma und der OMPT, dass sie dieses Treffen möglich gemacht haben. Und ich danke Likea Travel und allen Menschen, die uns empfangen haben, ihr Wissen mit uns geteilt haben und uns willkommen geheißen haben.
Catamarca hat mich daran erinnert: Ein Reiseziel kennenzulernen bedeutet viel mehr, als die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Man lernt etwas über seine Geschichte. Man hört denen zu, die sie lebendig halten. Man schätzt das lokale Handwerk, probiert die Geschmäcker, nimmt an Festen teil und unterstützt die Menschen, die dafür arbeiten, dass ihre Kultur weiterwächst.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, diese argentinische Provinz zu besuchen, nehmt euch Zeit für die Museen und Kulturorte. Sprecht mit den Handwerkern, probiert die Empanadas, hört euch eine Peña an und entdeckt die Geschichte hinter jedem Ort.
Und wenn ihr einen Schmuck aus Rhodochrosit seht, versteht ihr vielleicht, warum auch ich nicht widerstehen konnte und einen mitgenommen habe. Manche Erinnerungen passen in einen Koffer. Andere bringen uns jedes Mal, wenn wir sie ansehen, zurück an einen Ort und zu den Menschen, die unseren Besuch besonders gemacht haben.
❗❗❗ Raphanomundo reiste auf Einladung der OMPT nach Argentinien, um an der größten Pressereise der Tourismusjournalismus-Geschichte teilzunehmen.








